In diesem Beitrag erfährst du:

  • Was der Unterschied zwischen Methodik/Konzeption und Information ist
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  • Warum wir so auf Informationen konditioniert sind
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  • Wie wir unsere konzeptionellen Fähigkeiten fördern und somit zum Schöpfer unserer Realität werden
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  • Wie du Informationen und die Intention des Autors anhand des Inhaltes schnell bewerten kannst und beurteilen kannst.

In unserer heutigen Zeit ist der richtige Umgang mit der auf uns eintreffenden Informationsflut wichtiger denn je, denn: Unser Planet Erde befindet sich in einem Transformationsprozess weg von einer rein materiellen, erdigen Welt in eine feinstofflichere, luftigere Realität. Das äußert sich auch auf der Medienebene. Immer mehr Nachrichten treffen auf uns ein. Das Leben selber scheint immer schneller zu verlaufen.

Zunächst ist es wichtig zu verstehen, welche Arten von Information es gibt:

Information: (Aus dem Lateinischen: informare: einprägen, in eine Form bringen) Daten, welche einen fiktiven oder faktischen Charakter haben. Diese beschreiben (oder versuchen zumindest) eine Tatsache. Beispiele sind: Das Haus hat 4 Etagen, das Fenster ist blau, der Aktienkurs beträgt soviel, ….

Methodik: Diese hebt sich über die Ebene der Information hinaus. Es ist ein Algorithmus oder Verfahren, mit dem es möglich ist, Informationen oder sogar Substanz zu generieren. Auf der informativen Ebene wird eine Methodik oft auch als Konzept bezeichnet. Beispiele sind eine Bedienungsanleitung, Verfahren zur Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division zweier Zahlen in der Mathematik,….

Es ist wichtig zu verstehen, dass eine Methodik verschiedene Informationen generieren kann, bzw. aus ihr verschiedene Informationen entstehen können. Allerdings muss es sich bei einer Information nicht zwangsläufig um ein Konzept handeln. Folglich können wir das in der folgenden Grafik darstellen:

Jede auf uns eintreffende Information ist demnach Resultat einer Methodik, oder besser gesagt eines Planes. Man könnte auch sagen, es steht ein gewisses Motiv dahinter.

Beispiel: Jeder kennt das Beispiel mit den Fischen. Jemand könnte dir einen Fisch fangen. Dann bist du für eine gewisse Zeit gesättigt und zufrieden. Aber du hast nicht die Fähigkeit, dich dauerhaft ernährt zu halten. Umgekehrt verhält es sich, wenn dir dieser Jemand zeigt wie du im Fluss selber Fische angeln kannst. Den Fisch hat er dir nicht gegeben, aber dafür hast du die Kenntnis erlangt, wie du das selber machen kannst. Und das ist mächtiger als der Fisch selber. Weil jetzt bin ich nicht mehr auf den einen Fisch vom Fischer angewiesen, sonder kann mir unabhängig von ihm diesen beschaffen.

Genauso verhält es sich mit dem Umgang mit Informationen und unserer Souveräität. Das ist sozusagen das Kernproblem unserer aktuellen Lagen. Wir erhalten nur die Fische, aber es fehlt uns oft das Wissen um das Angeln.

Status quo in heutiger Zeit

Heute sind wir mit einer Situation konfrontiert, in der wir Menschen kollektiv immer mehr auf die „Fische“ von außen angewiesen sind. Wir haben verlernt, selber zu angeln und somit souverän für uns selbst (zumindest zu einem gewissen Teil) vorzusorgen. Das ist zum Teil auch auf das Bildungssystem zurückzuführen. Denn hier wird uns der „Fisch“ verkauft (der übrigens immer länger liegen bleibt und anfängt zu stinken), anstatt uns das Angeln beizubringen. Wir werden somit zu Händlern, oder gar Konsumenten erzogen. Mir ist übrigens aufgefallen, dass oft die Menschen versuchen die Lösung auszuhandeln, anstatt diese eigenständig durch das richtige Stellen von Fragen zu erlangen. Das ist ebenfalls Resultat der Bildungsstandards der letzten Jahre.

Wie wir wieder zu Meistern werden

Um wieder methodisch denken zu könen, empfehle ich auf folgende Dinge verstärkt zu achten:

Fragen stellen:

Es ist sehr wichtig, in einen Monolog mit sich selbst (oder Dialog /Polylog mit anderen) zu treten. Das beinhaltet das permanente und gezielte Fragenstellen. Nur so findet ein Progress in unserem inneren Weltbild und dem Verständnis der äußeren Prozesse statt. Nur wer Fragen stellt, hat überhaupt die Möglichkeit, Antworten zu erhalten, die sein eigenes Leben gewährleisten oder sogar grundlegend verändern können hin zu einer Souveränität.

Es reicht heutzutage nicht mehr aus, einfach nur Informationen weiterzuleiten. Dann bist du der Leiter und arbeitest für jemand anderen mit einem fremden Konzept. Stattdessen solltest du, wenn du schon Informationen weitergibst, die mit eigenen guten Fragen versehen. Das ist heutzutage wesentlich wichtiger, als seinen eigenen „Senf“ dazugeben zu müssen, oder Kritik zu üben. Das gleiche gilt übrigens auch für übermäßiges Lob ohne konstruktives. Das ist das andere Extremum in heutiger deutscher Kommentarkultur. Denn damit findet kein Progress statt, sondern der Autor wird entweder in seiner Arbeit durch Negatives behindert, oder durch übermäßig Positives arrogant und überheblich. Außerdem schafft eine gesunde Fragenkultur ein mentales Feld in der Gesellschaft, welches es ermöglicht, schnell auf bestimmte Gegebenheiten und Probleme zügig einzugehen.

 

Mit Mathematik beschäftigen:

Ich weiß, dass vielen Mathe schwer fällt und sie sich ungerne damit auseinander setzen wollen. Allerdings ist es ein Schlüsselelement für konzeptionelles Denken. Dafür bracht man sich vorerst nicht mit kompliziertem Stoff auf Uni-Niveau befassen, sondern es reichen auch Knobelaufgaben oder Matherätsel aus. Auch können Aufgaben von Mathewettbewerben dienen. Oft sind diese nach der Klasse aufgeteilt, womit du den Schwierigkeitsgrad selber wählen kannst.

Durch das selbstständige Bearbeiten der Aufgaben (ohne zu früh in die Lösungen zu schauen) gewinnen wir wieder ein Verständnis für strategisches Denken und Planen. Außerdem fangen wir an, Muster zu erkennen und zu abstrahieren. Das entspricht genau der eingangs erwähnten Methaebene auf konzeptionellem Niveau.

Falls dir Spiele eher liegen, so könntest du Schach, Go, Poker oder Kartenspiele erwägen. Durch Spiele lernt man leichter und schneller. Generell sollte man erwägen, die Inhalte, dahingehend auch Schulstoff, spielerisch zu vermitteln. Es erfordert zwar einen gewissen Aufwand diese auszudenken und zu erstellen, verbessert aber die Qualität ungemein.

Wie du gute von schlechter Information unterscheiden kannst

Aus dem oben genannten ist es leicht hochwertige von niederwertiger Information zu unterscheiden. Hierzu folgende Anhaltspunkte:

Qualitativer Anteil methodischer Elemente:

Wie viel Methodik enthält die Informationsquelle und die damit verbundenen Informationen? Gibt sie nur Fakten wider, oder hält sie auch Konzepte bereit und regt zum Nachdenken an? Betrachte hierzu nicht nur einzelne Informationsfetzen, sondern werte möglichst alle Materialien aus und schaffe dir daraus ein Gesamtbild. Von einer Quelle, welche nur andere Informationen weitergibt, keine (guten) Fragen stellt und andere kritisiert, kannst du sicher sein, dass sie minderwertige Informationen bereitstellt. Solche Quellen solltest du vermeiden, oder zumindest korrekt und mit dem nötigen Abstand lesen.

Inneres Bauchgefühl:

Wie nimmst du die Informationen war? Bauen Sie dich auf oder ziehen Sie dich eher runter? Es ist für die menschliche Psyche wichtig, genügend positive Informationen zu erhalten, welche einen aufbauen. Der Anteil sollte ungefähr 80% positiv zu 20% negativ sein. Leider ist in unserer heutigen Medienlandschaft das genau umgekehrt. Das führt langfristig zu Depressionen und Verzweiflung. Das ist in der Regel ein zuverlässiger intuitiver Indikator für gute Quellen.

Fazit

Ich hoffe mit diesem Beitrag einen Kompass an die Hand gegeben zu haben, welcher es euch ermöglicht, in Zukunft besser mit dem Datenstrom umzugehen. Heutzutage herrscht ein regelrechter Informationskrieg. Umso wichtiger ist es, dabei in guter psychsischer Verfassung zu bleiben und sich nicht von externen Quellen hin und her schaukeln zu lassen.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Rolle der Mathematik. Oft sehen viele nicht den Sinn hinter der Mathematik. Allerdings ist es das ideale Instrument, um seine konzeptionellen Fähigkeiten zu schulen. Dafür brauchen wir nicht viel, bereits kleine Matherätsel können das Denkvermögen steigern. Auch sei angemerkt, dass in Zukunft die Methodisten und Konzeptionalisten eine Fürungsrolle in der Gesellschaft einnehmen werden, weil diese bestens vorbereitet sind, die Probleme zu erkennen und Lösungen zu generieren. Das ist im Einklang mit dem schnelllebigen luftigen Wassermannzeitalter, in welches wir uns hineinbegeben.

Weiterführende Fragen

  • Untersuche für dich eine Informationsquelle deiner Wahl nach der Qualität der von Ihr bereitgestellten Information wie in diesem Beitrag erläutert. Was ist dein Ergebnis deiner Analyse?
  • Welche weiteren Möglichkeiten fallen dir ein, die konzeptionellen Fähigkeiten zu schulen?

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